Samstag, 18. Juli 2015

Historischer Klettersteig Pinut

Am heutigen letzten Tag mussten wir etwas früher aufstehen damit wir rechtzeitig für den Transfer nach Zürich zurück sind. Das Wetter spielt zum Glück mit, am frühen Morgen war es recht klar nach dem Regen und die Fernsicht deutlich besser wie am Tag zuvor. 

Wir starten in Fidaz, mit zwei ausgebildeten Bergführern startet die Gruppe über Wiesen und Nadelwald an den Fuß des Flimsersteins an welchen der Einstieg zum Pinut beginnt.


Der Pinut ist ein technisch einfacher Klettersteig mit Schwierigkeit K1-2. Dennoch empfiehlt sich für Ungeübte eine Begehung nur mit einem professionellen Führer.


Nach gut 15 Minuten stehen wir kurz vor dem Einstieg. Der Klettersteig wurde vor ca. 100 Jahren erbaut und im Jahr 2007 komplett renoviert. Die Historie der Begehung der Felswand reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück.


Über drei fast senkrechten Felsstufen und mit relativ viel Eisen verbaut führt der Pinut nach oben. Die erste Leiter am Einstieg wird in den Wintermonaten aus Sicherheitsgründen entfernt.


Über Eisenleitern geht es stetig nach oben. Es gibt immer wieder kurze nicht mit Eisen verbaute Abschnitte.


Nach wenigen Minuten stehen wir vor einer markanten Felsnadel. Die Aussicht ist bereits hier äußerst lohnenswert.


In der Bildmitte sehen wir den Crestasee. Neben dem Caumasee ein weiterer Badesee welcher zum verweilen einlädt.


Immer an der Wand entlang steigen wir über waagrechte und stehende massive Leitern weiter. Immer wieder erfreue ich mich an der fantastischen Aussicht auf Flims und die umliegende Gegend.


Über diese Leiter steigen wir auf in einen kurzen Tunnel, welcher nach unten offen ist - natürlich ebenfalls mit einer waagerechten Leiter gesichert.


Nochmal ein Blick zurück, im Bild unser Bergführer Aschi.


Durchstieg im Tunnel, nach unten offen :-)


Hier kommt man wieder raus.


Es folgen noch zwei Leitern bevor wir das Ende der ersten und größten Felsstufe erreicht haben.


Nochmals der Ausblick auf den Crestasee.


Und etwas näher herangeholt.


Nach kurzer Pause gehen wir über bewaldetes Gebiet steil bergauf in Richtung der zweiten Felsstufe.


Es geht weiter mit etwas Kraxelei in die zweite Felsstufe hinein.



Auch hier wurde wieder einiges an Eisen bebaut.


Ein schöner Blick nach unten aus der fast senkrechten Wand.


Der Ausblick ins Tal wird immer schöner.


In der oberen Hälfte der mittleren Stufe gibt es auch sehr schöne Passagen im Fels, technisch jedoch nicht anspruchsvoller wie die Eisenleitern.



Das Ende der zweiten Stufe ist erreicht. Über bewaldetes Mischgebiet geht es weiter steil nach oben. 



Am Ende des Waldes eröffnet sich der Blick auf die dritte und letzte Felsstufe. Die hier sichtbare Wiese wurde bereits im 18. Jahrhundert bewirtschaftet. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie beschwerlich das damals war zumal mit der Ernte gerade mal ein Kuh überwintern konnte.


Die letzte und kürzeste Felsstufe geht wie zuvor abwechselnd über Eisen und Fels nach oben.


Das letzte Stück im Fels...


... bevor wir das Ende des Pinut erreichen.


Genialer Ausblick...


Abklatschen mit Meli von der Weisse Arena Gruppe welche mir dieser Medienreise ermöglicht hat.


Da hat sich jemand vor uns versteckt :-)


Blick auf Flims; dahinter der Caumasee.


Auch hier mal etwas näher herangezoomt...


Aschi sagte mir wie diese Baumwollartige Pflanze heißt... hab ich aber leider vergessen. 


Über große Wiesen geht es mäßig steil weiter zum höchsten Punkt auf dieser Seite des Flimsersteins.


Mit einer Höhe vom 2045m ist das hier Servetsch Pinut.


Blick auf die dahinter liegende Berggruppe, markant sticht z.B. in der Bildmitte die Ringelspitz mit 3247m hervor.


Ich bin mal wieder etwas voraus geeilt,  die Gruppe folgt weitet unten....


Selfie geht auch mit der DSLR :-)
Im Hintergrund direkt neben meinem Hals eine kleine Hütte zur Selbstbedienung mit Kasse und Preisliste. Daneben die Materialseilbahn nach Fidaz und das zu Hause der Bergkühe die hier oben weiden.


Diese ausgewaschene Gesteinsformation sieht aus wie wenn sie aus einem Flußbett stammt.


Wer noch genügend Zeit und Kondition hat kann von hier aus zum Cassons - dem anderen Ende des Flimsersteins wandern - wahlweise auch über einen kleinen Umweg über eine kleine Erhebung, dem Muetta Bella. Von Cassons besteht die Möglichkeit der Abfahrt mit der Bahn oder mein Favorit, der Weiterweg über die Segnesböden und dem Flimser Wasserweg zurück ins Tal.


Heute jedoch gehen wir nach Bargis. Der Abstieg führt über den selben Weg welcher für den Almauf- bzw. Abrieb genutzt wird.

Das Hochtal Bargis bietet ebenfalls wunderbare Ausblicke und ist ein schöner Ausgangspunkt für unzählige Tourmöglichkeiten zu Fuß oder auch mit dem Bike.


Am Berghaus Bargis endet unsere heutige Tour und wir fahren mit dem Postbus zurück nach Fidaz und weiter nach Flims ins Hotel.


So, das wars vorerdt aus der schönen Ferienregion Flims welche wirklich für jeden etwas zu bieten hat. Mehr Informationen gibt es in Kürze auf unserer Seite wanderpfa.de

Freitag, 17. Juli 2015

Programm am 18.07.2015

Programm am 18.07.2015:

Letzter Tag und gleichzeitig Abreisetag. Nach dem Checkout Besuch des Klettersteigs Pinut, der im Jahre 2007 komplett renoviert wurde. Der Klettersteig führt über drei beinahe senkrechte Felsstufen. Aufgrund der technischen Schwierigkeitsstufe ist der Steig auch für Einsteiger gut geeignet.

Nach Mittagessen im signinahotel gemeinsame Verabschiedung und Heimfahrt.

Wandertag

Heute haben wir die Bikes gegen Wanderschuhe getauscht. Bevor wir mit dem Bus nach Flims Dorf fahren durften wir noch Ami Sabi im Sommerwunderland kennenlernen. Ami Sabi bietet ein schönes Programm für Kinder rund um die Natur,  Tiere,  Informationen über die Region verpackt in tolle Geschichten und eine Bastelwerkstatt. Hier sind die Kinder bei Bedarf den ganzen Tag gut aufgehoben.





In Flims fahren wir wie gestern mit dem Sessellift zwei Stationen nach oben. Die letzte Etappe geht mir der alten Gondelbahn auf knapp 2700m auf den Cassons.





Unser Bergführer gibt uns interessante Informationen über die Entstehung der Gesteinsschichten. Das besondere hier ist der massive Felssturz vor ca. 10.000 Jahren. Neuere Gesteinsschichten liegen unten, alle Gesteinsschichten oben.  Die Kante ist auch sehr schön zu sehen uns zieht sich wie eine gerade Linie durch den Fels. Informationen erhält man unter anderem unter www.unesco-Sardona.ch. Für Gleitschirmflieger ist hierzulande oben ebenfalls ein Paradies. Man kann wunderschön den Start beobachten und wie sich die Gleitschirme dann in die Höhe schrauben.



Von Cassons wandern wir gemütlich bis zu den unteren Segnesböden.






Hier sind die Tschingelhörner mit dem Martinsloch (rechts unterhalb des großen Tschingelhorns zu sehen). Schön hier auch zu sehen die Linie durch den Fels.



Blick auf den unteren Segnesboden.



Und hier am unteren Segnesboden mit Weidekühen und einen letzten Blick auf die Tschingelhörner. Leider hat es inzwischen entgegen der Wetterprognose zugezogen, es beginnt auch zu gewittern.


Radeln ist hier auch möglich ;-)


Im Regen geht es weiter in Richtung Stargels Restaurant, eine Berggasthof mit köstlichen Spezialitäten aus der Region.



Wir bewegen uns auf dem Flimser Wasserweg stetig nach unten. Der Regen lässt auch nach. Der Weg am Wasser ist äußerst lohnenswert und geht über 13,4 km bis nach Flims.



Immer wieder queren wie dem Bach über verschiedenste Brücken.


Die Gewalt des Wassers ist nach dem Regen brachial. Hier mal zwei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten.




Am Restaurant Stargels erwartet uns ein köstliches Mittagessen in der gemütlichen Holzstube.



Da hat wohl jemand etwas verloren....


Die weitere Wegführung ist äußerst abwechslungsreich immer in der Nähe des Bachs. 







Ein weiteres Highlight ist diese Wunderschöne Bogenbrücke. Sie wurde aus grünen Marmorsteinen aus der Region zusammengesetzt (Danke für den Hinweis, dass es sich nicht um den Belag handelt).




Blumen aller Art gibt es am gesamten Wegesrand immer zu betrachten. Hier sehen wie eine kleine Orchideenart.



Spezieller Wegweiser....


Hier bewegen wie uns direkt im Felssturz-Gebiet. Es geht auf und ab auf weichem Waldboden mit interessanten Gesteinsformationen.



Genialer Aussichtspunkt fast am unteren Ende des Wasserweges auf einen spektakulären Wasserfall.

Der Trutg dil Flem, also der Flimser Wasserweg kann natürlich auch in umgekehrter Richtung begangen werden. Bis zum oberen Ende sind es 1.260 Höhenmeter die bezwungen werden möchten. Die Variationsmöglichkeiten - egal ob mit oder ohne Unterstützung der Seilbahn - sind sehr vielfältig.


Sofern morgen früh das Wetter mitspielt dürft ihr euch über Bilder und ein paar Zeilen über den historischen Klettersteig Pinut freuen. Also Daumen drücken.... stay tuned.